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Foto-Copyright: DIZF/Eyal Granith

Der Shimon-Peres-Preis 2017 wurde mit Monica Gillette (Freiburg, Deutschland) und Yasmeen Godder (Tel Aviv, Israel) an die beiden Choreografischen Leiterinnen des Tanz- und Wissenschafts-Projektes Störung/הפרעה (Störung/Hafra’ah) verliehen.

Diese Auszeichnung im Andenken an Shimon Peres und in Verantwortung für die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel wird jährlich an deutsche und israelische Fach- und Führungskräfte vergeben, die sich um die Ausgestaltung dieser Beziehungen besonders verdient gemacht haben. Der Shimon-Peres-Preis 2017 wurde durch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am 10. Oktober 2017 im Jüdischen Museum Berlin erstmalig verliehen.

Das Theater Freiburg und das Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg konzipierten und organisierten 2014 gemeinsam mit der Company der Choreografin Yasmeen Godder in Tel Aviv sowie in Zusammenarbeit mit sechs neurowissenschaftlichen Instituten in Israel das interdisziplinäre Langzeitprojekt, das sich mit dem Phänomen der „Störung“ beschäftigt. Das Projekt beteiligte in Deutschland und Israel mehr als 60 Tänzerinnen und Tänzer, Choreografinnen und Dramaturgen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Menschen, die mit Morbus Parkinson leben. Thema der Tanzworkshops, Tagungen und Diskussionsformate war das Verhältnis von Bewegung und Bewegungsstörungen. Diese transdisziplinären Veranstaltungen ermöglichten, neue Perspektiven auf diesen Themenkomplex anzuregen. Neu war, dass in die künstlerische Arbeit in Deutschland und Israel erstmals auch Nachwuchswissenschaftler mit einschlägigen Studienschwerpunkten integrierten wurden.

Die finalen Themenkongresse in Tel Aviv und Freiburg inszenierten im Dezember 2015 für eine größere Öffentlichkeit neue Formate für den Dialog zwischen den unterschiedlichen Zugängen aller beteiligten Partner und präsentierten mit „Common Emotion“ eine choreografische Arbeit von Yasmeen Godder, die ihre Inspirationen aus der tänzerischen Bearbeitung des Störungs-Themas im Verlauf des Prozesses erfuhr. Eine filmische Dokumentation begleitete dieses Projekt durch das Jahr 2015, das auch das 50. Jubiläumsjahr der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel war.

Die beiden Preisträgerinnen Monica Gillette und Yasmeen Godder, die das Projekt Störung/הפרעה als künstlerische Leiterinnen in Deutschland und Israel wesentlich prägten, setzen den damals entwickelten künstlerischen und wissenschaftlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in Israel und Deutschland und die Zusammenarbeit mit Menschen mit Parkinson in beiden Ländern bis heute fort.

News about the ceremony in English:

https://www.i24news.tv/en/news/international/europe/157447-171011-prize-honoring-peres-legacy-granted-by-german-foreign-ministry

News in German:

https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/10/11/gabriel-deutsch-israelische-freundschaft-ist-fast-ein-wunder/

http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Juedisches%20Leben.php?id=1419797

 

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